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Hej, ich bin Karla.

KarlaEklund_Foto.jpg

Foto: mobileFotografie Pirna

Der Elefant zuerst

 

Ja, Karla Eklund ist ein Pseudonym.

Und ich weiß, Pseudonyme haben diesen Ruf des Versteckspiels, sie geben dem Tun etwas Schambehaftetes. Wenn ich an mein aktuelles Manuskript denke, kann ich mit Sicherheit sagen: Das mit der Scham ist durch.

Angefangen hat alles 2018, als ich irgendwohin wollte mit meinen Worten. Ich wollte schon als Kind schreiben, aber irgendwie ging mir das zwischen all den halbwegs vernünftigen Lebensentscheidungen verloren. Doch dann kam eine unvernünftige Entscheidung zur anderen, ich meldete mich zu einem Kurs an und erfand Karla Eklund.

Es ist allerdings eine Sache, einen Raum aufzumachen, und eine ganz andere, dann auch einzutreten. Also habe ich mich verkleidet. Ich habe mir gesagt: Wenn du Karla bist, schreibst du. Es sollte ein Kunstgriff sein, um diesen Traum vom unerbittlichen Alltag zu trennen.

Spoilerarlarm! Hat nicht geklappt.

Eine Schreibroutine entstand erst, als ich das Konzept der Traumwelt aufgab und mein Schreiben in die Realität zerrte. Und da lebt es nun. Immer noch unter Pseudonym. Nicht des Versteckens wegen, sondern weil es sich schön anfühlt, weil es meine Marke geworden ist und vielleicht auch ein wenig aus Nostalgie.

 

Aber wer bist du denn nun?

 

Gute Frage!

Ich bin Autorin, Freundin, Künstlerin, Mutter, Schreibpädagogin, Partnerin und ja, ich habe auch einen "richtigen" Beruf.

Seit 1992 lebe ich hier in der Region Dresden, bin nach dem Abi der Liebe und der Sächsischen Schweiz wegen hiergeblieben und habe Wasserwirtschaft studiert. Sehr seriös!

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle zugeben, dass das Pseudonym auch ein klitzekleines bisschen dazu dient, einen Rest Seriosität wenigstens im Hauptberuf zu wahren. Wobei ich denke, dass auch dieser Zug bald abfährt. Gut so, denn meine Kunst ist es wert, gesehen zu werden.

Ich bin gern im Wald, mag das Gefühl, einen Berg bestiegen zu haben, vergöttere Hunde und zitiere zu viel aus "Herr der Ringe". Es gibt da außerdem einen gewissen Hang zur Selbstironie; oder wie ich gern sage: Problematisch wird es, wenn ich aufhöre, albern zu sein.

 

Und was schreibst du?

 

LIEBESROMANE!

(Hat sie das jetzt geschrien? Yes! Weil daran nichts peinlich ist!)

Ich schreibe Liebesromane, weil es das schönste Gefühl überhaupt ist. Weil daran nichts trivial oder belanglos ist, im Gegenteil. Weil ich Spaß daran habe, Gefühle mit Worten zu malen, mir vorzustellen, wie meine Eltern beim Lesen erröten (hehe), weil ich dort wichtige Themen niedrigschwellig transportieren kann, weil es feministisch ist.

Und ich schreibe (mich) gern frei. Freewriting ist eine Form des automatischen Schreibens, was heißt: Es ist ehrlich, es kann heftig sein, es geht ans Unterbewusste und es ist so, so echt!

 

2022 erschien mein erstes Buch »Die Liebe ist ein Stück Strandgut« im Selfpublishing. Es erzählt von einer Reise, Liebe spielt eine Rolle (klar), vor allem aber geht es darum, Ja zu sich selbst sagen zu dürfen.

2023 folgte mit »hell. dunkel« ein experimentelles Jugendbuch, das ich zu den Story.One Book Awards eingereicht habe. Auf der Longlist gelandet bin ich nicht, trotzdem hat sich die Teilnahme gelohnt - denn sonst hätte ich wohl kaum dieses Buch geschrieben.

Weil ich gern Dinge ausprobiere und es liebe, Texte vorzulesen, habe ich 2023 einen Podcast ins Leben gerufen. »Mein Herz schlägt Worte« lebte leider nur zehn Folgen lang, weil das Finden von aufnahmetauglichen (ruhigen!) Zeitfenstern in meinem Alltag an Unmöglichkeit grenzt. Gelegentlich lese ich noch Texte ein, wenn ich Zeit habe.

2024 dann der große Traum: Mein erster Roman! »Jetzt und nie - Now and never« hat mich als Manuskript viele, viele (wirklich, sehr viele) Jahre begleitet und dann ging alles so schnell, dass ich manchmal noch Momente habe, in denen ich es realisieren muss. Es ist eine sanfte New Adult Romance mit Dresden-Setting (einen Ausflug in die Sächsische Schweiz gibt es natürlich auch) und erzählt von Träumen, von Selbstliebe, von der richtigen Person zu falschen Zeit.

Nach so einem Manuskript ist man sich sicher: Da kommt nichts mehr!

Ich kann mit Erleichterung berichten, dass da sehr wohl noch etwas kam. Zum Beispiel meine Kurzgeschichte »Sturmhoch«, die ebenfalls 2024 in der Spendenanthologie »Love between the Pages« von Books on Demand erschien. Es geht um Bücherschränke und Enden, die keine sind.

Außerdem habe ich mittlerweile zwei weitere Manuskripte beendet. Wann und wie diese Geschichten erscheinen, berichte ich zu gegebener Zeit.

Weil ich gern Dinge ausprobiere (hatten wir schon, wird aber niemals alt) und mir die 2.200 Zeichen sowie die zunehmende Zensur auf Instagram zu einengend sind, gibt es jetzt einen Blog, auf dem ich meine Gedanken teile. Der ist auch als Newsletter abonnierbar. Kostet nix, macht aber Spaß - versprochen!

 

Jedes Wort gefühlt

 

Was ich schreibe, entspricht immer der Wahrheit, ist aber selten genau so passiert. Es ist ein Spiel, bei dem es keine Regeln gibt. Es ist eine Einladung zur Unvernunft.

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